Rückenprobleme beim Pferd

9. April 2018

Rückenprobleme gehören zu den häufigsten Auffälligkeiten beim Pferd. Die Ursache ist oft nicht leicht zu finden und auch nicht leicht abzustellen. In vielen Fällen spielen auch mehrere Faktoren eine Rolle, welche letztendlich zu einer schmerzhaften Rückenmuskulatur führen.  

Welche Ursachen für Rückenschmerzen gibt es beim Pferd?

Zunächst einmal sollen traumatische Ursachen erwähnt werden, d.h. das Pferd hat sich womöglich verletzt oder verrissen. Ein Ausrutschen auf der Koppel, ein Sich-Verlegen in der Box, eine Unstimmigkeit mit dem Koppelpartner? Oft wissen wir es nicht. Kommen diese Umstände allerdings immer wieder vor, sind entsprechende Verbesserungen in der Haltung notwendig.

Die nächste wichtige Frage ist, ob der Sattel noch passt – hier muss man sich eventuell professionelle Hilfe holen. Es ist hilfreich, mehrere Meinungen einzuholen, da nicht immer alle Spezialisten einer Meinung sind. Jede Erklärung, die man als Pferdebesitzer von einem Professionisten bekommt, sollte schlüssig und nachvollziehbar sein – sonst bitte einfach weiter fragen. Es ist oft ein langer Weg ist, den passenden Sattel zu finden. Trotzdem muss jedem Reiter klar sein, daß sich der Rücken des Pferdes rasch verändern kann – nicht nur durch Wachstum, vor allem durch Schonhaltungen oder Trainingsumstellungen verändert sich die Muskulatur in der Sattellage – dies ist in beide Richtungen möglich. Auch saisonal kann es Unterschiede in der Körperform des Pferdes geben, besonders bei ausgeprägter Weidehaltung im Sommer. D.h. eigentlich kann man gar nicht davon ausgehen, daß ein Englischsattel das ganze Jahr über gleich gut auf dem Rücken seines Pferdes liegt. Auch kann es stoffwechselbedingt zu einer gesteigerten Empfindlichkeit in Haut und Muskulatur kommen – ein nicht perfekt sitzender Sattel zeigt sich dann rasch in Form von Talgdippeln oder Druckstellen. Ist die Muskulatur durch den Sattel erstmal beleidigt, liegt zumindest eine leichte Muskelentzündung vor, was zu einem raschen Abbau von Muskelmasse in der Sattellage führen kann.

Eine weitere Ursache für Rückenschmerzen könnte simpel Stress sein – wie beim Menschen reagiert auch beim Pferd die Rückenmuskulatur bei Stress, Angst oder emotionalen Belastungen mit schmerzhaften Verspannungen. Hier sind die Haltung, die Möglichkeiten zum Sozialkontakt sowie die Beziehung zum Besitzer zu hinterfragen. So manch ein Pferd ist durch Unterforderung gestresst, abgestellt im schönsten Offenstall…

Schmerz ist immer ein Zeichen einer Entzündung, die nicht nur durch Stress sondern auch durch Überlastung, Infektionen oder Stoffwechselprobleme verursacht werden kann. Bei den Infektionen kommen vor allem Virusbelastungen in Fragen – vergleichbar mit Gliederschmerzen bei der Grippe beim Menschen. Auch beim Pferd sind rheumatische Erscheinungen durch Infektionen möglich. Hier muss der Tierarzt/die Tierärztin zu Rate gezogen werden.

Stoffwechselbedingte Probleme umfassen nicht nur den bekannten Kreuzverschlag, sondern alle Imbalancen, die durch Fehler in der Fütterung, Mineralstoffmängel, einem zu viel an Zucker letztlich zu einer Übersäuerung im Gewebe führen und die Rückenschmerzen begünstigen.

Zuletzt ist bei der Ursachensuche immer auch das Reiten oder das Training des Pferdes zu hinterfragen. Die Fehler, die der Reiter macht, wissentlich oder unwissentlich, oder Ausbildungsmethoden, die ohne sie zu hinterfragen übernommen werden, können dem Pferd Schaden zufügen und so wiederholt zu Rückenproblemen führen. Das ist leider die Wahrheit und entspricht den Beobachtungen aus der Pferdepraxis: Pferde, die nicht geritten werden, leiden viel seltener an Rückenproblemen – dagegen gibt es kaum ein gerittenes Pferd ohne Auffälligkeiten wie Verspannungen oder blockierte Wirbel im Rückenbereich.

Erste Hilfe bei Rückenschmerzen beim Pferd

Sind Auffälligkeiten in der Rückenmuskulatur zu erkennen oder gibt das Pferd gar auf Druck im Rücken nach, so ist zunächst für einige Tage auf das Reiten zu verzichten. Wärme ist meistens wohltuend und führt zu einem Nachlassen schmerzhafter Verspannungen. Wenn möglich sollte jeder Stress für das Pferd vermieden werden – sorgen Sie für eine artgerechte Haltung mit ausreichend Fressmöglichkeiten und geeigneten Sozialkontakten. Hilfreich ist außerdem eine lockere Bewegung – durch Bodenarbeit oder an der Longe – im Schritt und Trab zum Lösen möglicher Blockierungen.

Ein genaue Abklärung des Rückenproblems durch den entsprechend geschulten Tierarzt, Therapeuten oder Trainer wird dringend empfohlen, denn nur ein gesunder Rücken ermöglicht dem Reiter die gewünschte Losgelassenheit in der Bewegung und ist eine wichtige Voraussetzung für ein motiviertes leistungsbereites Pferd.

Dr. med.vet. Andrea Wüstenhagen

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