Die Tupferprobe

28. März 2018

Die Tupferprobe – grundsätzlich sollte man davon ausgehen können, dass diese in der Zwischenzeit zur standardmäßigen „Routinegesundheitsvorsorge“ einer Zuchtstute gehört. Wie die regelmäßige Impfung gegen Herpes (Virusabort), ganz besonders beim Einsatz in der Zucht. Nimmt man die Thematik genauer unter die Lupe, wird man feststellen, dass das immer noch stark rassenabhängig ist.

Tupferprobe – so funktionierts.

Hat man sich für die Belegung seiner Stute entschieden, wird man als Züchter sicherlich daran Interesse haben, dass die Stute möglichst rasch aufnimmt und Trächtigkeit und Geburt komplikationslos verlaufen. Daher ist eine bakteriologische Untersuchung mittels Tupferprobe im Vorfeld durchaus anzuraten und erhöht die Chancen der Fruchtbarkeit.

Der Tierarzt kann anhand einer Sekretprobe feststellen, ob sich krankmachende und übertragbare Keime in der Gebärmutter angesiedelt haben, die eine Trächtigkeit verhindern – oder noch schlimmer – zum Verfohlen führen können. Dazu wird meist ein steriler Mehrkammertupfer eingeführt. Das geschieht am besten während der Rosse, da der Muttermund geöffnet und die Schleimhäute feucht sind. Diese so genannten Mehrkammertupfer haben den Vorteil, dass das Ergebnis nicht verfälscht wird, da er erst direkt in der Gebärmutter ausgefahren und danach wieder in eine Schutzhülle eingezogen werden kann. Dann wird die Probe mit einem Nährmedium versehen und umgehend an ein Labor geschickt. Ist eine Stute „nicht sauber“ wird der Tierarzt mit einem passenden Antibiotikum behandeln. Im Anschluss ist der Behandlungserfolg anhand einer zweiten Tupferprobe zu überprüfen. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, ist die Tupferprobe grundsätzlich ein sinnvoller Teil zur Zuchthygiene.

Sinnvoll oder nicht?

In Zeiten der künstlichen Besamung, die beispielsweise in der Warmblutzucht Gang und Gäbe ist, ist das Ansteckungsrisiko für und über den Hengst selbst, glücklicherweise so gut wie gar nicht mehr gegeben. Dennoch schreiben die meisten Gestüte in Ihren AGB´s eine gültige Tupferprobe vor. Es geht dabei eher um die Gewährleistung, dass der Frisch- oder Tiefgefriesamen in einer gesunden Stute landet und dem Gestüt als auch Besitzer erfolgloses Besamen über mehrere Rossen im Vorfeld erspart bleibt.

Stuten die in der letzten Zuchtsaison oder länger „güst“ waren, eine Fehlgeburt oder Probleme mit der Nachgeburt hatten sollten grundsätzlich immer einer Tupferprobe unterzogen werden. Man erspart sich so Ärger, Zeit und Geld. Bei Stuten die im Vorjahr ein gesundes Fohlen zur Welt gebracht haben ist das Risiko, dass sich Keime in der Gebärmutter angesiedelt haben geringer aber dennoch nicht auszuschließen! Für 3-4jährige Maidenstuten, die noch nie belegt oder besamt worden sind, ist die Tupferprobe ebenfalls meist nicht zwingend. Es sei aber darauf hingewiesen, dass auch hier ein gewisses Risiko gegeben ist! Beispielsweise durch gemischte Herdenhaltung mit Wallachen, denn auch diese können Stuten durchaus noch decken!

Haflinger und Norikerzucht

Anders verhält sich die „Milchmädchenrechnung“ in der Haflinger- und Norikerzucht. Die künstliche Besamung ist eher unüblich, damit aber das Ansteckungsrisiko ungleich höher, da bei jedem Deckakt unzählige Fremdkeime in die Gebärmutter der Stute gelangen können und sich auch der Hengst bei einer „nicht sauberen“ Stute anstecken kann. Dadurch sind auch alle weiteren Stuten durch eine Ansteckung gefährdet. Trotzdem verzichten die meisten Züchter — aus Kostengründen – auf eine Tupferprobe. Bei Decktaxen von durchschnittlich 150 Euro und niedrigen Fohlenpreisen, erscheinen vielen die Mehrkosten als nicht angebracht. Dazu kommt, dass viele ihre Stuten bereits in der Fohlenrosse belegen lassen und somit eine Tupferprobe zeitlich gar nicht erfolgen kann.

Dass die Trächtigkeitsrate bei diesen Rassen dennoch eher hoch ist, kann man unter anderem darauf zurückführen, dass viele Hengsthalter über Jahrzehnte lange Erfahrung verfügen und, sofern äußerliche Anzeichen beispielsweise durch Ausfluss, Bläschen ect. zu erkennen sind, von einer Bedeckung der Stute Abstand nehmen und dem Besitzer die Konsultierung eines Tierarztes raten. Ein Ausfall des Hengstes während Decksaison und vermehrt nicht tragende Stuten, führen schnell zu Vertrauens- und Imageverlust, was nicht im Interesse des Hengsthalters sein kann. Aus- und Weiterbildung zum Thema Deckhygiene ist besonders für Hengsthalter, die eine nicht zu unterschätzende Verantwortung tragen., allgemein von großer Wichtigkeit.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Tupferprobe – ganz besonders beim Natursprung – durchwegs als sinnvoll angesehen werden kann. Das aber nur dann, wenn sie wie oben beschrieben für gewisse Stuten, sowie auch für den Hengst „verpflichtend“ wäre und damit stoßt man in der Haflinger- und Norikerzucht durchaus auf Unverständnis, hauptsächlich aufgrund des Kostenfaktors. Somit muß jeder Züchter für sich selbst entscheiden, ob er bereit ist, gegebenenfalls dennoch zu tupfern um sicher zu gehen, dass der eigene Stutenbestand im Vorfeld „sauber“ ist. Denn auch der Züchter hat seinen Züchterkollegen gegenüber eine nicht zu unterschätzende Verantwortung zu tragen, die er sträflich vernachlässigt wenn er wissentlich Risikostuten zum Hengst schickt …


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